Die Leeraner Focko-Ukena-Burg

Der Straßenname "Steinburgsgang", soll auf die Focko-Ukena-Burg zurückgehen. Diese hat vermutlich nur kurze Zeit existiert, wie eine Recherche im Internet ergab: - Es folgen zusammengetragene "Schnipsel" aus online Dokumenten, in denen Focko Ukena erwähnt wird. Die Herkunft der Textpassagen ist jeweils angegeben (Verlinkung auf die Internetadresse inklusive) - bedeutsame Textpassagen sind hervorgehoben.

Danach lebte Focko Ukena von 1370 bis 1436

Die Leeraner Focko-Ukena-Burg wurde  wahrscheinlich im Oktober 1431 durch Edzard Cirksena zerstört, nachdem er Leer mehrere Monate lang belagert gehalten hatte.

Die heutige Harderwykenburg  (Foto)wurde nach 1450 von Focko Ukenas Enkelsohn Hayo Unken gebaut, und ist die älteste erhaltene ostfriesische Burg. Möglicherweise sind dafür Klostersteine von der zerstörten Focko-Ukena-Burg verwendet worden, die nur ein Paar Hundert Meter entfernt gestanden haben muss. Sie soll einen U-förmigen Grundriss gehabt haben. Deshalb erscheint es möglich, dass man die jetzige Jugendherberge ca. 1786 auf den alten Fundamentresten der Focko-Ukena-Burg errichtet hat.

Erwähnt wird auch das Schloss von Leerort, dass 1453 in die Hand des Ulrich Cirksena gegeben worden ist. Es wurde im Jahr 1435 als "Feste Leerort" von Hamburgern errichtet. Beim Leerorter Gemeinschaftshaus am Kobusweg (Ententeich) zeugen heute noch alte Kanonen von diesen frühen Zeiten !  Der Herzog Heinrich von Braunschweig, wurde um 1600 herum bei der Belagerung der Leerorter Festung von einer Kanonenkugel getötet, worauf die Braunschweiger abgezogen sind.


http://www.gross-sander.de/gs_burg.htm

Groß-Sander, eine wichtige Grenzstation

Das Lengener Land wurde erstmals 1398 in einer Urkunde erwähnt. Zu der Zeit bestand Ostfriesland noch aus 12 Völkerschaften, unter anderem die Kyffhäuser, die Borsumer, die Stickhausener und die Lengener. Das Gebiet der Lengener befand sich im östlichen Teil des Stickhausener Amtes.

Zwischen den 12 Völkerschaften Ostfrieslands kam es oft zu Auseinandersetzungen. Um den ewigen Streitereien ein Ende zu setzen, schlossen sich die Häuptlinge unter Edzard Cirksena zusammen und bekämpften nun gemeinsam die von Osten einfallenden Oldenburger.

In Groß-Sander stand eine Burg, die der Ausgangspunkt aller Streifzüge der Ostfriesen war.

Der Stammbaum der Häuptlinge

 Focko Ukena, der Häuptling von Leer , hatte zu den Lengenern ein gutes Verhältnis. Die Bewohner mochten ihn. So waren sie auch bei dem Kampf Focko Ukenas gegen Ocko tom Broks  1426  voll im Einsatz und besiegten Ocko bei Detern.

Die freundschaftlichen Beziehungen fanden jäh ein Ende, als Focko sich weigerte, dem Bund der Freiheit, der Vereinigung der Ostfriesischen Häuptlinge, beizutreten.  Er wurde von Edzard Cirksena besiegt und seine Burg in Leer wurde zerstört.  Focko verließ das Land und als er nach einigen Jahren zurückkehrte, wurde er von den Lengenern, Mooremeerländern und Overledigerländern wieder voll anerkannt. Focko bekam Lengen als Erbgut von seiner Mutter Amke, die vermutlich eine Lengener Häuptlingstochter war. Sie heiratete Uko Ukena, den Häuptling von Neermoor. Ihr Sohn  Focko Ukena wurde 1370 geboren und starb 1435 .

Fockos Sohn Uko Ukena wurde später der Häuptling von Oldersum. Uko heiratete Hebe von Dornum. Gemeinsam hatten sie die Tochter Theda, die 1494 starb. Sie spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Burg von Groß-Sander.

Theda heiratete Ulrich Cirksena I, der jedoch schon 1466 starb. Die zweite Ehe ging Theda mit Vieto Frese ein, der in der Geschichte von Groß-Sander keine große Rolle spielte.

http://www.gross-sander.de/gs_burg.htm


http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_auf_den_Wilden_%C3%84ckern



Die Schlacht auf den wilden Äckern markierte am 28. Oktober 1427 das Ende der Herrschaft der tom Brok über Ostfriesland. Nach einem ersten Sieg des ostfriesischen Häuptlings Focko Ukena über Ocko II. tom Brok. In der Schlacht von Detern  1426  verband sich Focko mit dem Bischof von Münster und zahlreichen ostfriesischen Häuptlingen gegen den auf das Brokmerland beschränkten Ocko und schlug ihn am 28. Oktober auf den Wilden Äckern zwischen Oldeborg und Marienhafe endgültig.  Ocko wurde als Gefangener in Leer inhaftiert  und hatte seine Herrschaft über Ostfriesland endgültig verloren.

Ocko tom Brok wird nach der Schlacht auf den Wilden Äckern gefangen vor Focko Ukena geführt. Romantisierendes Historiengemälde von Tjarko Meyer Cramer, 1803 Die Schutzdauer der hier abgebildeten zweidimensionalen Vorlage ist nach den Maßstäben des deutschen Urheberrechts abgelaufen. Ebenfalls gemeinfrei ist die vorliegende fotografische Wiedergabe, da sie keine eigene Schöpfungshöhe aufweist. Diese Datei ist somit gemeinfrei (“public domain”).

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_auf_den_Wilden_%C3%84ckern


http://www.christian-cirksena.de/neue_datei5.html

Die  Kämpfe des Jahres 1431 sahen schon Edzard Cirksena bei der Belagerung von Leer als Führer . Mitte Oktober wurde die Stadt von seinen Mannen erobert. Der Angriff gegen Emden folgte. Hier hielt sich noch Imel Abdena. Focko Ukena floh bereits im Sommer nach Münster. Mit münsterischen Truppen kehrte er dann im Winter nach Ostfriesland zurück und überzog die Gemeinden seines Gegners mit Mord und Brand. Sibet unterstützte ihn dabei.....


..... Der Angriff gegen die Sibetsburg endete mit einem Fehlschlag. Der Sieger,  Sibet, konnte seine Widersacher im Juni 1432 zu einem Vergleich zwingen  , der auch die  Rückkehr Focko Ukenas , seinen Schwiegervaters, nach Ostfriesland einschloss......


..... So konnte es nicht ausbleiben, dass schliesslich trotz mehrerer Bemühungen der Cirksenas, dies zu verhindern, am  1. August 1435  die richters und ghementen meente  wieder zu Focko Ukena überliefen , diesen seinen alten Besitzstand zurückgaben und für den Fall, dass dieser angetastet werde, dem Focko ihren Beistand zusicherten. So räumten sie ihm die Burg Detern sowie Kirche und Turm und anerkannten ihn als Landeshäuptling.....

..... Doch nachdem  Focko Ukena überraschend 1436  starb, war diese neue Konstellation dem raschen Untergang geweiht. Die Ukenas konnten den Wandel im friesischen Bewusstsein nicht mehr nutzen, und die Cirksenas zogen allein den Nutzen daraus, indem sie weitgehend auf die bäuerliche Freiheit in ihrem Herrschaftsbereich Rücksicht nahmen. Edzard Cirksena, der sich bereits in einer Urkunde vom 12 Jan. 1432 Häuptling zu Greetsiel, nannte, erlebte am 3. April 1438 dass, die ghemeyne menheyt in Auwekelande sie habet Wibet, Edzard und Ulrich vor unse aversten unde vormunder gekoren. Damit übertrugen die Hausleute des Auricherlandes den drei genannten Häuptlingen das Recht zum Herresaufgebot, den Schutz des Friedens und die Gerichtsbarkeit.......

.... Ulrich Cirksena - der erste Graf von Ostfriesland

Bereits Ende September 1441, unmittelbar nach seinem Regierungsantritt, betohnte er, das er keinem Hausmann das seinem nehmen wolle, sondern "sie allesamt in dem ihren bleiben lassen werde. " Damit schlug er eine Richtung ein, die dem Haus Cirksena den sicheren Weg zur Landesherrschaft ebnen sollte.

1440 hatte Ulrich Kolka die Erbtochter des Häuptlings Wibet von Esens und Stedesdorf geheiratet, die ihm diese Herrlichkeit mit allen Rechten in die Ehe einbrachte. Hinzu kam 1441 der Nachlass seines Bruders Edzard: Emden mit einem Teil der Umgebung der Stadt und Pilsum, das dem Verstorbenen von seiner ersten Frau zu gefallen war. Hinzu kam die Burg von Berum die ihm seine zweite Frau mit in die Ehe gebracht hatte. Dies alles zeigte deutlich auf, das es den Cirksenas gelingen musste, die Nachfolge der tom Broks als Landeshäuptlinge und vielleicht später mehr anzutreten.

Von den Ständen wurde Ulrich im September 1441 nach dem Tode seines Bruders und dessen Frau Frauke an der Pest zu Edzards Nachfolger ernannt.

Am  10. April 1453  wurden Ulrich nach längeren Verhandlungen Schloss und Stadt Emden sowie das  Schloss in Leerort  mit allen territorialen und rechtlichen Zubehör zu treuer Hand in Verwahrung gegeben.

http://www.christian-cirksena.de/neue_datei5.html


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